Bosch gegen Rettungsschirm für Schaeffler, VW dafür

Offiziell wollte sich Bosch zu dem Thema nicht äußern. Geschäftsführer Franz Fehrenbach hatte am Dienstagabend in Stuttgart zum Thema Staatshilfen im Allgemeinen gesagt: „Der Staat darf nicht zum Reparaturbetrieb der Wirtschaft werden.“ Wenn der Staat angeschlagenen Unternehmen helfe, benachteilige das die gesunden Unternehmen. Fehrenbach: „Einen Rettungsschirm für einzelne Unternehmen sehe ich als einen zu massiven Eingriff des Staates.“ Bosch hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Übernahmen aus eigener Kraft finanziert.

VW-Vorstandschef Martin Winterkorn hingegen befürwortet einen Rettungsplan für Schaeffler: „Wir haben ein Interesse daran, dass uns Continental und Schaeffler als Lieferanten erhalten bleiben“, sagte Winterkorn am Rande der Eröffnung des neuen Porsche-Museums in Stuttgart der Automobilwoche. Staatshilfen für seine Wettbewerber lehnt der VW-Chef dagegen ab: „Das ist nicht gut für den Wettbewerb, was da passiert“, sagte Winterkorn zu den angekündigten Milliardenhilfen des französischen Staates für Renault und Nissan. Das bedeute aber nicht, so Winterkorn, dass auch VW solche Hilfen wolle.

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