„Innovation ist der Schlüssel für Beschäftigung und Wachstum“

 Berlin – Durch Innovationen kann Deutschland auch in Zukunft ein starker Industriestandort bleiben, „durch Innovation und nur durch Innovation.“ Darin liege der Schlüssel für Beschäftigung, Wachstum und Wohlstand, sagte Joachim Milberg, BMW-Aufsichtsratschef und früherer Vorstandschef des Münchner Autokonzerns, auf dem Kongress der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er fügte hinzu: Um den Wohlstand in Deutschland dauerhaft zu sichern, brauche es eine starke Industrie, die in ihrer Innovationskraft gefördert wird. „Wohlstand entsteht durch Wachstum, Wachstum entsteht durch Beschäftigung, Beschäftigung entsteht durch Wettbewerbsvorteile, Wettbewerbsvorteile entstehen durch Innovationen, Innovationen entstehen durch kluge Köpfe und kluge Köpfe entstehen durch Bildung“, unterstrich Milberg. Innovationen seien nicht nur elementar für nachhaltigen Wohlstand, sie entscheiden auch „über den Aufstieg und Fall von Unternehmen und Volkswirtschaften“.

Milberg gibt zu bedenken, dass Deutschland von einem Niveau des durchschnittlichen Wachstums von rund drei Prozent in den 70er Jahren „stufenweise auf ein derzeitiges Niveau um etwa ein Prozent abgesackt“ ist. Um diese Entwicklung auszugleichen, habe der deutsche Staat seinen Wohlstand immer stärker über Kredite finanziert. Heute liegt die Staatsverschuldung bei über 80 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Damit sich das Land nicht immer weiter verschulde, benötige es ein Wachstumsniveau, das näher an dem der 1980er Jahr liegt, zumindest nachhaltig über der sogenannten Beschäftigungsschwelle, die bei etwa zwei Prozent liegt.

Milberg ist überzeugt, dass ein solches Niveau nur durch mehr Innovationen erreicht werden kann. Die hohen Wachstumsraten von damals seien begründet in einer Wirtschaft, die durch Innovationen angetrieben war. Die Leistungssteigerung, die Deutschland jetzt benötige, sei nur durch qualitatives, nachhaltiges und damit auf Innovationen basierendem Wachstum möglich. „Wir brauchen mehr industrielle Wertschöpfung. Nur dann werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern und ausbauen und dadurch mehr Arbeitsplätze schaffen.“

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