Langfristig kein Jobabbau in deutscher Autoindustrie

Erstens sehen viele Experten hundertausende von Jobs in Deutschland bedroht, zweitens weil McKinsey von den Unternehmen vor allem als „Kostenkiller“ für Restrukturierungen geholt wird. „Kurzfristig sind aber Kapazitätsanpassungen und damit verbundene Stellenstreichungen je nach Situation des Herstellers nicht auszuschließen“, so Autoexperte Malorny weiter. Die Industrie müsse sich darauf einstellen, dass erst Ende 2010 wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei.

Nach den Berechnungen von McKinsey waren Ende 2007 rund 1,36 Millionen Menschen in der deutschen Autobranche beschäftigt, davon 390.000 bei den Herstellern, 358.000 bei Zulieferern und 612.000 im Kfz-Gewerbe. Bis 2020 werden den Beratern zufolge durch Produktivitätsverbesserungen 190.000 Stellen und durch Outsourcing weitere 104.000 Arbeitsplätze wegfallen. Während damit insgesamt 294.000 Jobs verloren gingen, gewinne die Branche gleichzeitig 286.000 neue Stellen hinzu, weitgehend bei hochqualifizierten Tätigkeiten. So entstehen laut McKinsey durch neue Technologien 186.000 Arbeitsplätze, weitere rund 60.000 Stellen kommen durch die höhere Nachfrage nach in Deutschland gefertigten Autos dazu und weitere 40.000 neue Jobs würden geschaffen, weil die Zahl der Modelle und Nischenfahrzeuge steigt.

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