Mercedes und BMW trotzen bislang der Krise

Ford dagegen reduziert Schichten schon vor der Sommerpause

 München – Trotz der für das zweite Halbjahr erwarteten Eintrübung der Weltkonjunktur produzieren die deutschen Hersteller von Premiumfahrzeugen nach Informationen der Automobilwoche auch während der Sommermonate weiter mit Hochdruck. So stellt Daimler in den Pkw-Werken zurzeit rund 4.000 Ferienarbeiter ein.

„Aufgrund unserer guten Zahlen ist derzeit keine Änderung des Produktionsprogramms notwendig“, sagte ein Daimler-Vorstand der Branchen- und Wirtschaftszeitung.

BMW will angesichts der derzeitigen hohen Nachfrage die Produktion nur für dringend nötige Umbaumaßnahmen oder Umstellungen für neue Modellanläufe unterbrechen: „Regensburg als eines unserer größten Werke wird aber durcharbeiten“, sagte ein BMW-Sprecher.

Dagegen sinkt die Nachfrage bei Volumenherstellern: Ford wird die Fiesta-Produktion in Köln bereits eine Woche vor Beginn der Werksferien deutlich drosseln, von drei Schichten auf eine. Opel will zumindest derzeit seine Werksferien nicht verlängern. VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch sagte: „Im zweiten Quartal dieses Jahres haben wir uns weiter gut entwickelt. Es ist aber erkennbar, dass das Geschäft in Europa schwieriger wird.“
Ebenso wächst bei Zulieferern die Verunsicherung, wie es im zweiten Halbjahr weitergeht: „Bisher kann das gute Geschäft in Nordamerika und China den Rückgang in Europa ausgleichen“, sagte Continental-Chef Elmar Degenhart der Automobilwoche.

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