„Bis zu 30 Prozent mehr Autos auf Halde“

Die Autoindustrie benötige nach Forsters Worten zwei bis drei Monate Vorlauf, um ihren Produktionsapparat justieren zu können. Ausgehend von den Planungen, die bis zum Sommer vorlagen, seien so Lager aufgebaut worden. „Daraus resultieren dann überproportionale Produktionsanpassungen“, sagte Forster und betonte: „So ist beispielsweise das Luxussegment bereits enorm rückläufig, aber auch der normale Verbraucher wird sich zurückhalten. Wir haben jetzt schon rund 30 Prozent Einbruch in wichtigen Märkten, das ist eine absolute Sondersituation.“ Eine Prognose für die Zukunft wollte Forster nicht abgeben, sondern unterstrich: „Im Moment fahren wir alle auf Tagessicht.“

Angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise sei die Bereitschaft der Politik zur Schaffung von Kaufanreizen erkennbar. „In einigen Ländern wie Spanien wurden bereits Anreize geschaffen, Frankreich steht dem sehr offen gegenüber“, meinte Forster. Bei der Bundesregierung registriere man noch Bedenken, zugleich aber auch die Bereitschaft, das Thema zu Ende zu denken. „Insbesondere in Ländern, die stark von der Autoindustrie abhängen, macht sich allmählich das Gefühl breit, dass man der Gans, die normalerweise goldene Eier legt, jetzt nicht die Gurgel durchschneiden darf“, sagte der GM-Präsident.

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