BMW spart vier Milliarden Euro durch Materialkostenprogramm

München – BMW hat das im Rahmen seiner Zukunftsstrategie aufgelegte Materialkostenprogramm mehr als ein Jahr früher als ursprünglich geplant beendet. „Wir haben seit 2007 bis jetzt insgesamt über vier Milliarden Euro eingespart und damit unser Ziel erreicht, uns auf Materialkostenseite auf Wettbewerbsniveau zu bewegen“, sagte BMW-Einkaufsvorstand Herbert Diess im Gespräch mit der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Das Programm gehört zur Strategie Number One, in der BMW seine Ziele bis 2020 definiert hat. „Jetzt konzentrieren wir uns nicht mehr auf weitere Kostenreduktionen, sondern auf die Themen Innovation und Qualität“, betonte Diess und fügte hinzu: „Wir differenzieren uns nicht über das günstigste Teil vom Wettbewerb, sondern über das beste und innovativste.“

Zugleich wächst der Umfang der Einkäufe. Im vergangenen Jahr betrug das Einkaufsvolumen laut Diess rund 28 Milliarden Euro: „Und es wird weiter wachsen, denn wir wollen unseren Absatz bis 2020 von rund 1,5 auf über zwei Millionen Fahrzeuge steigern.“ Diess kündigte an, das Einkaufsvolumen werde „proportional zum Absatz“ steigen.

Dabei werde der Anteil der Einkäufe aus Fernost weiter an Bedeutung gewinnen. „Im Rahmen unseres Global Sourcing Programms  haben wir den Bezug aus Asien seit 2009 um etwa das Fünffache gesteigert. 75 Prozent des Einkaufsvolumens davon kommen aus  China. Der Anteil Asiens am gesamten Einkaufsvolumen der BMW Group wird auch in den nächsten Jahren deutlich steigen“, unterstrich Diess.

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