Nutzfahrzeug-Hersteller wollen Abgasnorm verschieben

Die VDA-Mitglieder Daimler, Iveco, MAN und VW seien sich bereits weitgehend einig, daher solle noch vor Ostern im europäischen Verband ACEA diese gemeinsame Position erreicht werden. „Ich bin überzeugt, dass wir uns letztlich für eine Verschiebung von Euro-6 aussprechen. Wichtig ist, dass das Moratorium schnell erfolgt. Aufgrund der langen Entwicklungszeiten brauchen wir die Entscheidung jetzt, weil sonst die Investitionen bei den Herstellern schon getätigt sind.“ Durch eine Verschiebung der Euro-6-Norm von 2012 auf 2014 würden die europäischen Nutzfahrzeughersteller laut Renschler um rund sechs Milliarden Euro entlastet. „Das würde den Steuerzahler überhaupt nichts kosten, aber den Herstellern und ihren Kunden massiv helfen“, betonte der Manager, der den Mehrpreis für ein Euro-6-Fahrzeug auf rund zehn Prozent beziffert.

Zur Belebung der Konjunktur plädierte Renschler darüber hinaus für eine allgemeine Investitionszulage für Unternehmen: „Dadurch wird zum Beispiel im Maschinenbau und der Baubranche wieder investiert, was dann auch die Transportbranche wieder belebt. Zurzeit fehlen den Spediteuren die Aufträge.“ In den ersten zwei Monaten gingen die Mauteinnahmen in Deutschland um über 20 Prozent zurück.
Eine Verschiebung der Euro-6-Norm würde sich laut Renschler auch für das Klima auszahlen: Weil der Verbrauch bei Euro-6 um zwei bis drei Prozent ansteigt, würden die Nutzfahrzeughersteller Zeit gewinnen, um die Abgasreinigung weiter zu entwickeln mit dem Ziel, auch bei Euro-6-Fahrzeugen zumindest den gleichen Verbrauch und Co2-Ausstoß wie bei Euro-5 zu erreichen.

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