VW will Handel bei Porsche bündeln

„Die Porsche-Kollegen haben ihre hohe Retail-Kompetenz immer wieder nachgewiesen“, sagte VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch in Wolfsburg. So gilt die Händlernetzentwicklung der Salzburger neben der gezielten Schulung ihrer Verkaufsteams in der Branche als Benchmark. Daher will VW-Chef Martin Winterkorn bewährte Porsche-Trainingsprozesse und Verkaufstaktiken rasch auch bei VW einführen.

Mit einer neuen Niederlassungsstrategie rund um die Marken Volkswagen, Audi und Porsche könnte der VW-Konzern die Premiumanbieter Daimler und BMW noch stärker als bisher in Bedrängnis bringen. „Die Fehler unserer Wettbewerber, die in ihren Niederlassungen oft viel Geld versenken, wollen wir strikt vermeiden“, erläuterte ein hochrangiger VW-Manager die Strategie. So sei es ein „plausibles Szenario“, die Mitarbeiter der Porsche Holding Salzburg „komplett in Österreich zu belassen und aus der Zentrale in Wolfsburg möglichst wenig in gut eingespielte Abläufe einzugreifen“. Denkbar sei auch, das operative Geschäft von VW Retail nach Salzburg zu verlagern. Dies wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg zum „integrierten Automobilkonzern“, den VW und Porsche „unter Führung von Volkswagen“ bilden wollen. Über VW Retail steuert Volkswagen die konzerneigenen Einzelhandelsbetriebe wie Raffay in Hamburg.

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