Audi kürzt Budget bei Entwicklungsdienstleistern

Audi kürzt das Budget bei den Entwicklungsdienstleistern zugunsten von Investitionen in den Ausbau der Elektroflotte und die Digitalisierung. „Wir registrieren zunehmend, dass sich Entwicklungsdienstleister aus dem Audi-Umfeld nach alternativen Arbeitsfeldern umsehen“, sagte Ralf Laufenberg, Geschäftsführer von RLE International, der Automobilwoche. Es sei ziemlich eindeutig, „dass der Vergabetrend bei Audi nach unten geht“.

Weitere von der Branchen- und Wirtschaftszeitung befragte Unternehmenschefs wollten anonym bleiben, fanden aber deutliche Worte: „Da brennt der Busch“, sagte der Geschäftsführer eines Engineering-Spezialisten. Ein weiterer sprach von „Einsparungen und Verschiebungen von Projekten“ und von „Budgetreduzierungen in laufenden Projekten“. Ein anderes Unternehmen beklagte, dass man in der ersten Jahreshälfte von Audi zwar noch mit Projekten beauftragt worden sei und dazu Investitionen getätigt habe. Nun sei aber angekündigt worden, dass mit Abstrichen gerechnet werden müsse.

Zudem hat Audi eigene Entwicklungskapazitäten ausgebaut. Ein VW-Einkaufsmanager sagte der Automobilwoche: „Bei VW müssen wir unter anderem in der Entwicklung schnellstmöglich auf Konzernebene effizienter werden.“ Dieses Ziele gelten „ganz klar auch für Audi“.

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