BMW: Sparprogramm fällt geringer aus

 München – BMW plant entgegen anders lautenden Meldungen nur ein geringeres Sparprogramm, an den Standorten Dingolfing, Regensburg und München will das Unternehmen jährlich rund 100 Millionen Euro einsparen. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf Unternehmenskreise.

So sicherte die BMW-Führung in Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite zu, den Nachfolger des Sechser ab 2017/2018 weiter im Werk Dingolfing zu bauen. Im Gegenzug hat der Betriebsrat einer Kürzung der Pausenbezahlung zugestimmt, von der 15minütigen sogenannten Brotzeitpause übernimmt das Unternehmen nur noch fünf statt wie bislang zehn Minuten. Dadurch spart der Konzern pro Jahr über 35 Millionen Euro. Nun ringt die IG Metall um Investitionszusagen von rund einer Milliarde Euro für das BMW-Stammwerk München. „Es geht um die Absicherung des Standortes bis ins Jahr 2020“, sagte Horst Lischka, Erster Bevollmächtigter der IG Metall München, der Automobilwoche. Benötigt werde unter anderem eine neue Lackiererei, auch in das Presswerk müsse investiert werden.

Die milliardenschweren Sparprogramme der Konkurrenten Daimler und VW stehen dagegen massiv in der Kritik. „Wir erwarten einen heißen Herbst rund um unser neues Effizienzprogramm“, zitiert die Automobilwoche einen hochrangigen Volkswagen-Manager. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte der Zeitung: „Schon jetzt ist klar, dass es an dem einen oder anderen Punkt auch richtig krachen wird“. Auch Daimler sieht sich nach der Bekanntgabe seiner Sparpläne in der Kritik, umstritten ist etwa die Strukturreform der Niederlassungen. Laut Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht „wird die geplante Neuausrichtung in der vorgestellten Form von uns nicht akzeptiert“.

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