Category Archives: Auto

21Mrz/09

Absatzmotor Autoleasing bricht ein

 „Es herrscht pure Panik bei den Leasinggesellschaften. Anfragen werden nicht mehr beantwortet“, sagte Udo Dewein, Experte beim Beratungsunternehmen LeaseControl, der Automobilwoche. Auf eine aktuelle Ausschreibung hätten 37 von 54 angefragten Gesellschaften nicht reagiert, darunter zahlreiche große Anbieter. Viele Gesellschaften hätten nach Deweins Worten die Vorgabe, keine Neukunden zu akquirieren. Selbst Bestandskunden könnten oft nur noch unter Schwierigkeiten oder gar nicht beliefert werden.
Unterdessen verlangen die Leasinggesellschaften, die überhaupt noch Angebote abgeben können, „zum Teil fantastische Preise“, betonte Dewein. So variierten die Leasingraten für einen Audi zum Bruttolistenpreis von 65.000 Euro für 36 Monate je nach Anbieter um bis zu 7000 Euro.

21Mrz/09

Automobilwoche kürt Testkaufsieger

Vorjahressieger Peugeot erreichte diesmal den zweiten Platz, Schlusslicht waren die Renault-Partner. Untersucht wurden insgesamt rund 600 Autohäuser der zwölf umsatzstärksten Marken in Deutschland.

Der Automobilwoche Award Autohandel (AAA) sowie der Sonderpreis für die beste Finanzierungsberatung werden gemeinsam am 27. März auf der Auto Mobil International (AMI) in Leipzig vergeben. Mit dem Award ehrt die Automobilwoche in diesem Jahr bereits zum dritten Mal die Automarken mit den besten Händlern in Deutschland. Dabei wird mit sogenannten Mystery-Shoppern die Qualität von Beratung und Fahrzeugpräsentation in den Autohäusern getestet. Unterstützt wird die Studie von der Internetplattform mobile.de.

06Mrz/09

Mercedes testet B-Klasse-Markt in China

Die Erschließung von Emerging Markets wie China, Brasilien, Indien und Russland sind ein wichtiger Pfeiler in der Strategie des  Stuttgarter Premiumherstellers. Während dort bislang hauptsächlich vollausgestattete Luxuslimousinen und SUVs verkauft  werden, will Mercedes vor allem mit der nächsten Generation der A- und B-Klasse weltweit wachsen. Für die künftige Kompaktwagenbaureihe werden gerade eine neue Frontantriebsplattform und ein Modul-Baukasten entwickelt, die im Vergleich zum heutigen Fahrzeugkonzept mit Sandwichboden zu deutlich günstigeren Kosten führen.
In China hat Mercedes im vergangenen Jahr 42.000 Fahrzeuge verkauft und damit ein Plus von 39 Prozent erzielt. Während die E und C-Klasse bereits in Peking vom Band laufen, werden alle anderen Modelle importiert. Die größte Nachfrage erfährt das Flagschiff S-Klasse, vom dem 14.500 Einheiten ausgeliefert wurden.
„Wir sind in China und anderen Emerging Markets stark mit Oberklasse-Limousinen wie der S- und E-Klasse aber auch mit der C-Klasse und den SUV vertreten. Wir müssen in einem wachsenden Distributionsnetz unsere Präsenz deutlich verstärken“, unterstrich.
Mit der Einführung der B-Klasse  verbreitert Mercedes nun das Produktportfolio am unteren Ende. „Wir werden sehen, welche anderen Märkte noch folgen könnten.“ Die Resonanz auf die B-Klasse in China sei bisher sehr Erfolg versprechend.

06Mrz/09

Peugeot setzt weiter auf deutsche Zulieferer

Collin hob zudem hervor, dass Peugeot gerade bei deutschen Zulieferern Großkunde sei: „Im Durchschnitt stammen 22 Prozent aller Teile eines Peugeot von deutschen Zulieferern.“ Er verstehe die Aufregung in Deutschland zu diesem Thema nicht, sagte Collin, der vor seiner Ernennung zum Peugeot-Markenvorstand Einkaufschef für die gesamte PSA-Gruppe war. „Wir bekräftigen unsere Beziehungen zu allen unseren Lieferanten. Diese Beziehungen sind sehr stabil und auf Dauer angelegt.“
Die EU habe die Hilfen des französischen Staats für die PSA-Marken Peugeot und Citroën sowie für Renault in Höhe von jeweils drei Milliarden Euro akzeptiert, fügte der Peugeot-Chef hinzu. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hatte sich zunächst besorgt über die Milliardenhilfen aus Paris gezeigt. Nach dem Frankreich aber zugesagt hatte, eine umstrittene Klausel zur Bevorzugung einheimischer Hersteller zu streichen, hatte die EU den Hilfen zugestimmt.

04Mrz/09

Daimler unterstützt insolventen Zulieferer Stankiewicz

Die Daimler-Pkw-Sparte mit der Marke Mercedes bezieht vor allem Dämmteile für den Innenraum von Stankiewicz und zählt zu dessen größten Kunden. Der Zulieferer musste Ende 2008 als einer der ersten der Branche Insolvenz anmelden, weil Banken die Kreditlinien zurückzogen hatten. In der Branche gilt das Unternehmen als durchaus sanierungsfähig und technologisch sowie qualitativ gut aufgestellt. Aus Daimler-Kreisen verlautete, dass man einen schnellen Verkauf an einen strategischen Investor favorisiert.
Stankiewicz beschäftigt weltweit rund 2.100 Mitarbeiter. In Deutschland insgesamt 1.300 Menschen an den Standorten Adelheidsdorf/Celle, Bad Friedrichshall, Hamburg, Hameln, Friedrichroda und Straubing. Der Umsatz lag 2007 nach Unternehmensangaben bei 272 Millionen Euro. Weder die ausländischen Schwestergesellschaften innerhalb der Gimotive-Gruppe noch die ausländischen Tochtergesellschaften der Stankiewicz GmbH sind von der Insolvenz betroffen.

Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters Christopher Seagon ist es früheren Aussagen zufolge den Geschäftsbetrieb weiter zu stabilisieren und einen geordneten Investorenprozess vorzubereiten. „Die bisherigen Gespräche mit den Beteiligten, darunter Kunden, Lieferanten und Banken verliefen sehr konstruktiv und zielführend“, hatte Seagon vor wenigen Wochen gesagt. Er habe bereits erste Kontakte zu potenziellen Investoren aufgenommen, die Interesse an einer Übernahme des Spezialisten für Schallisolations-Systeme signalisiert haben. Der vorläufige Insolvenzverwalter sieht Chancen, die Unternehmensgruppe, das zur Gimotive-Gruppe gehört, an einen Investor verkaufen zu können und dabei möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.
Die Geschäftsführung von Stankiewicz hatte am 29. Dezember 2008 beim zuständigen Amtsgericht in Celle Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Daraufhin wurde Rechtsanwalt Christopher Seagon, Partner in der Kanzlei Wellensiek, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.