Conti vor Rekordjahr

 Hannover – Der Automobilzulieferer Continental erwartet ein Rekordjahr mit einem Anstieg des Konzernumsatzes um mehr als sieben Prozent auf leicht über 32,5 Milliarden Euro. Das sagte Vorstandschef Elmar Degenhart der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

„Den Umsatz konnten wir in den ersten sechs Monaten 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 11 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro steigern. Wir wachsen somit schneller als der Markt“, erklärte Degenhardt und fügte hinzu: „Gleichzeitig legte das operative Ergebnis um fast 26 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Die Marge beträgt 9,7 Prozent nach 8,6 Prozent im ersten Halbjahr 2011.“
Continental beschäftigt derzeit weltweit rund 170.000 Beschäftigte, etwa 7.000 mehr als vor einem Jahr.

Auch für 2013 zeigte sich Degenhart optimistisch. Er rechne damit, dass der Markt weltweit auch im kommenden Geschäftsjahr „weiter zwischen ein und drei Prozent wächst“, so der Topmanager. „Dabei ist zu erwarten, dass Europa leicht rückläufig ist oder stagniert. In Nordamerika kann der Markt leicht zulegen und in Asien wachsen“. Degenhart: „2013 könnten also, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, rund 82 Millionen Fahrzeuge verkauft werden, nach rund 80 Millionen laut Experten-Prognose in diesem Jahr. Damit könnte Continental gut leben“.

In der Zukunft trachte man im Conti-Konzern, seine „Abhängigkeit von dem vergleichsweise volatilen Erstausrüstungsgeschäft“ zu reduzieren: „Wir wollen statt bisher knapp 30 Prozent mindestens 40 Prozent unseres Umsatzes außerhalb der Erstausrüstung erwirtschaften“. Zu den verheißungsvollen Zukunftstechnologien gehören laut Degenhart unter anderem Elektromobilität, Vernetzung des Autos sowie automatisiertes Fahren. Bei Investitionen konzentriere sich das jüngst wieder in den DAX30 aufgenommene Unternehmen hauptsächlich auf die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China: „Mit zwei Milliarden Euro wollen wir in diesem Jahr rund 20 Prozent mehr investieren als 2011.“

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