Daimler-Lkw-Sparte droht Jobabbau

Stuttgart – Wegen der schwachen Nachfrage nach Nutzfahrzeugen beispielsweise in Brasilien, dem Nahen Osten und den USA droht der Daimler-Lkw-Sparte ein Jobabbau. „Es stellt sich die Frage, ob wir die Zahl der Leiharbeitnehmer hier in Deutschland überhaupt halten können“, sagte Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

Eine Entscheidung über einen möglichen Stellenabbau falle im nächsten Jahr.

Ausländische Werke mussten bereits massiv die Belegschaft reduzieren. So wurden in Brasilien binnen zwei Jahren 5.000 Jobs abgebaut, in den USA waren es allein in diesem Jahr rund 2.500. Wegen der anhaltenden Flaute hatte der Konzern im Mai eine Gewinnwarnung für die Lkw-Sparte herausgegeben. Ergebnis und Absatz für 2016 sollen „deutlich unter dem Vorjahr“ liegen. Daimler-Lkw-Chef Wolfgang Bernhard prognostizierte Ende September auf der Nutzfahrzeug-IAA einen Rückgang der Verkäufe „um mehr als zehn Prozent“. 2015 waren es 502.500 Einheiten. Zum Jahresanfang waren in der Lkw-Sparte weltweit 86.400 Mitarbeiter beschäftigt.

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