Mini: BMW-Tochter plant Van und fünftürigen Kombi

 München – Die erfolgreiche BMW-Tochter Mini wird ihre bisherige Produktpalette bis 2020 mit einem fünftürigen Kombi, einem Van und möglicherweise auch einer Stufenhecklimousine erweitern. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf hochrangige BMW-Kreise. Offiziell wollte das Unternehmen dies noch nicht bestätigen. Allerdings kündigte Mini-Chef Kay Segler bereits an, das Angebot von derzeit fünf auf insgesamt zehn Modelle ausbauen zu wollen. Mit dem Roadster kommt ab dem 25. Februar das sechste Modell auf dem Markt, Ende des Jahres folgt das dreitürige SUV Paceman.

Noch nicht entschieden ist die Umsetzung einer Stufenhecklimousine, mit der BMW verstärkt im Wachstumsmarkt China Kunden gewinnen möchte. „Die Mini-Limousine wird zurzeit heiß diskutiert“, zitiert die Zeitung einen BMW-Insider. Vom Tisch ist dagegen die Umsetzung der Studie Rocketman. Eine Serienversion des „Mini-Mini“ mit den Maßen des Ur-Zwergs rechnet sich nicht, für die neue Plattform ist er zudem zu klein.

Die Minis der dritten Generation ab 2013 und in den Folgejahren auch die Modelle der nächsten BMW-Einser-Generation sollen auf einer gemeinsamen Plattform gebaut werden. BMW fertigt dann den künftigen Einser erstmals mit Frontantrieb.

Die Marke Mini gewinnt innerhalb der BMW Group zunehmend an Bedeutung. Im vergangenen Jahr steigerte Mini den Absatz um 21,7 Prozent auf 285.060 Einheiten, Ziel für 2012 sind 300.000. Mit der neuen Baukastenstrategie sollen die Kosten deutlich reduziert werden. Produziert wird der Mini weiterhin in Oxford. Eine Fertigung in Leipzig, wo derzeit der Einser vom Band läuft, ist noch offen.
Der BMW-Konzern will internen Planungen zufolge im Jahr 2020 bis zu 2,6 Millionen Fahrzeuge absetzen, etwa ein Drittel davon sollen Autos mit Frontantrieb sein.

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