Opel-Händler beklagen Ungleichbehandlung bei E-Autos

 Die deutschen Opel-Händler werfen der Konzernführung nach Informationen der Automobilwoche eine Ungleichbehandlung bei der Subventionierung der Elektroautos von Opel und Chevrolet vor. Während beim Chevrolet Volt-Vorführwagen mit einem Listenpreis von 42.950 Euro eine Unterstützung von 7.500 Euro gezahlt werde, gebe es für das 950 Euro teurere Schwestermodell Opel Ampera nur die normale Marge. „Für uns ist das Thema Volt-Ampera sehr unglücklich gelöst“, kritisierte Händlersprecher Thomas Bieling in der Branchen- und Wirtschaftszeitung. „Zwei fast identische Fahrzeuge werden gleichzeitig mit völlig unterschiedlichen Strategien im Markt eingeführt – das kann nicht gut sein.“

Eine Verkaufsförderung für einen Vorführwagen des Ampera sei vor allem deshalb angemessen, weil Elektroautos wegen der alternden Batterie einen höheren Wertverlust hätten, betonte Bieling: „Wir wollen mit dem Ampera ja nicht das große Geld verdienen. Alles, was wir fordern, ist, dass am Ende nicht ein riesiger Verlust übrig bleibt.“

Der Absatz des E-Autos Ampera hatte Opel angenehm überrascht, schon kurz nach dem Auslieferungsstart im Februar lagen knapp 7.000 Bestellungen vor. Das Ziel von 10.000 verkauften Einheiten 2012 scheint somit leicht erreichbar. Dagegen lief der Chevrolet so schleppend an, dass im US-Werk eine Zwangspause eingelegt wurde. Dort wird auch der Ampera gebaut.

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