Branchenexperten sehen Überlebenschancen für Opel

 Der angeschlagene Autobauer Opel kann unter bestimmten Bedingungen überleben. Das ist das Ergebnis einer Experten-Umfrage der Automobilwoche. „Opel kommt voran, wenn GM die Modellpalette in Europa auf einer einheitlichen Fahrzeugarchitektur ausbaut“, sagte Willi Diez vom IFA-Institut der Branchen- und Wirtschaftszeitung. Er fügte hinzu: „Opel muss clever im Sinne von „cheap & chic“ werden, gewissermaßen der „H&M“ unter den Autobauern“.

Vorsichtig optimistisch äußerte sich auf Nachfrage der Zeitung auch Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive an der FHDW in Bergisch Gladbach: „Wenn harte Sanierungsmaßnahmen ergänzt werden durch eine Vertiefung der Palette, kann Opel dauerhaft existieren“. Ein Verbleib des Rüsselsheimer Traditionsunternehmens bei GM sinnvoll, allerdings bemängelte er: „Ein zentraler Fehler war, Opel als Billigmarke zu positionieren. Opel muss bei einer Produktion im Hochlohnland Deutschland auf Augenhöhe mit VW stehen“.

Diese Position vertrat in der Automobilwoche auch Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Insititut: „Forster und Stracke lagen richtig. Opel kann nur durch Qualität und Innovation punkten und muss sich von Chevrolet abgrenzen. Also eher VW als Chevy.“ Eine Prognose zur Zukunft des Unternehmens wollte Dudenhöffer nicht abgeben: „Wo Opel in fünf Jahren steht, weiß nicht mal der liebe Gott“.

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