Daimler-Betriebsrat will strengere Regeln für alle Leiharbeiter

 Stuttgart – Nach dem Willen des Konzernbetriebsrats sollen bei Daimler in der Verwaltung und der Entwicklung die gleichen Regelungen für Leiharbeit wie in der Produktion gelten. „Dabei soll der Geist des Tarifvertrags und des Gesetzes sichergestellt werden: Es dürfen keine Dauerarbeitsplätze mit Leiharbeit belegt sein. Sie sollen nur vorübergehend verpflichtet werden“, sagte Erich Klemm, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von Daimler, im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er fügte hinzu: „Und wenn sie länger bei uns tätig sind, müssen sie die Chance auf einen festen Arbeitsplatz erhalten. Bei der Leiharbeit muss natürlich der Grundsatz „gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit“ gelten.“

Zugleich sollen auch in den ausländischen Werken Arbeitnehmervertretungen aufgebaut werden. „Wir haben ein Interesse daran, an allen Standorten demokratisch gewählte Arbeitnehmervertretungen zu haben. Im Werk Tuscaloosa in den USA gibt es das immer noch nicht“, betonte Klemm. „Deswegen unterstützen wir die US-Automobilgewerkschaft UAW dabei, das endlich zu ändern.“ In dem neuen Werk im ungarischen Kecskemét sei bereits „eine Art Betriebsrat“ etabliert worden.

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