e.GO will jährliche Kapazität auf 20.000 Fahrzeuge verdoppeln

Vor dem Serienstart des Elektrokleinwagens e.GO Life im Mai hat der Aachener Hersteller seine Prognose deutlich angehoben. „Zu Beginn unserer Planungen hatten wir noch mit 10.000 Fahrzeugen pro Jahr gerechnet. Inzwischen gehen wir von mehr als 20.000 pro Jahr aus, die wir in zwei Schichten herstellen werden“, sagte der Vorstandschef des Elektroautobauers e.GO, Günther Schuh, im Interview mit dem Magazin „Generation E“ der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

„Notfalls können wir auch auf drei Schichten gehen“, ergänzte er.

Auch der Endpreis ab 15.900 Euro für den Wagen mit bis zu 136 Kilometern Reichweite sei für den kleinen Hersteller realistisch, anders als in einer Konzernstruktur. „Der wesentliche Kostenvorteil resultiert aus unserer Strategie, erprobte und sichere Komponenten auf dem Markt zuzukaufen“, unterstrich Schuh. Zudem seien Eigenentwicklungen wie die hintere Verbundlenkerachse deutlich günstiger: „Als Fremdentwicklung hätte uns allein diese Achse 25 Millionen Euro gekostet, jetzt haben wir es für 1,8 Millionen geschafft.“

Auch das Eigenkapital ist nach Darstellung des Vorstandschefs gesichert. „Durch den Verkauf von Street-Scooter an die Deutsche Post hatten wir genügend liquide Mittel für die Startphase. Bis Ende 2018 werden wir und unsere Partner etwa 110 Millionen Euro investiert haben. Mit dem Hochlaufen der Produktion werden 2019 bis zu 120 Millionen hinzukommen. Aber auch das stemmen wir dank strategischer Investoren voraussichtlich alles mit Eigenkapital.“

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