Interview + Magazin: 50 Jahre Festtagspost aus Nikolausdorf

Der Nikolaustag wird jährlich am 6. Dezember zum Gedenken an den Heiligen Nikolaus gefeiert – besonders natürlich in Nikolausdorf in Niedersachsen. Dort kommen jährlich rund sechs- bis siebentausend Briefe mit Kinderwünschen an. Und jeder Brief wird beantwortet – vom „ehrenamtlichen“ Nikolaus Hubert Weddehage, in diesem Jahr zum 50. Mal.

Als sein Vater 1970 begann, dem Nikolaus bei der Weihnachtspost unter die Arme zu greifen, war auch Hubert Weddehage als 17jähriger dabei. Leider kann er ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr wegen durch Corona nicht – wie in den 49 Jahren zuvor- mit seinen Helfern und Helferinnen im Pfarrhaus zusammensitzen und den Kindern schreiben. Aber ohne die Briefe zu beantworten dann wäre Weihnachten für Hubert Weddehage nicht komplett. Und nun ist er zum Interview für uns bereit.

Hubert Weddehage antwortet auf folgende Fragen:

1. Seit 50 Jahren beantworten Sie mit Ihrem Team die Briefe der Kinder – wird das nicht irgendwann mal langweilig?
2. Und in diesem Jahr ist alles anders?
3. Corona verhindert, dass Sie nun gemütlich im Pfarrhaus mit den freiwilligen Helfern zusammen sitzen und die Briefe beantworten?
4. Wie viele Briefe sind schon da?
5. Was wünschen sich die Kinder?
6. Und was wünschen Sie sich selbst?

Abmoderation: Jeder Brief wird beantwortet. Er muss nur rechtzeitig eintreffen – in der Weihnachtspostfiliale in 49681 Nikolausdorf.

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Magazin: 50 Jahre Festtagspost aus Nikolausdorf

Rund sechs- bis siebentausend Kinder schreiben jedes Jahr nach Nikolausdorf in Niedersachsen – und Hubert Weddehage beantwortet ehrenamtlich mit seinem Team alle Briefe. In diesem Jahr schon zum 50. Mal. Als sein Vater 1970 begann, dem Nikolaus bei der Weihnachtspost unter die Arme zu greifen, war Hubert Weddehage als 17jähriger dabei. Und dann hat ihn das Nikolausfieber nicht mehr losgelassen. Leider kann er durch Corona nicht wie in den 49 Jahren zuvor mit seinen Helfern und Helferinnen im Pfarrhaus zusammensitzen und den Kindern schreiben. Mehr dazu jetzt.

Beitrag:

O-Ton: Wir haben natürlich die meisten Zuschriften aus Deutschland, aus dem Inland hier. Aber es kommen auch welche aus dem Ausland – aus Japan, aus Amerika habe ich schon ein paar gesehen, aus der Schweiz. Aber auch eine ganze Menge aus Taiwan, aus China, aus Russland – also es ist schon international bekannt. – Länge 15 sec.

erzählt Hubert Weddehage. Wie in den 49 Jahren zuvor ist er auch im 50. Jahr mit viel Herzblut dabei. „Das gehört für mich einfach zu Weihnachten dazu!“, sagt er. Auch wenn der Nikolaus wegen Corona in diesem Jahr nicht selbst nach Nikolausdorf kommen kann.

O-Ton: Das ist sehr schade. Das ist das Einzige, was an dieser Geschichte jetzt keinen Spaß macht. Aber trotzdem wollen wir die Briefe beantworten und den Kindern eine Freude machen. Und auch in den Briefen steht zum Schluss sehr häufig der Satz „Bleiben Sie gesund!“ – Länge 14 sec

Die Wünsche sind in diesem Jahr wie sonst auch: Mit viel Spielzeug und Technik. Allerdings könnte Corona auch die Wunschzettel beeinflussen:

O-Ton: In diesem Jahr will ich mal gucken, ob wir nicht auch noch wieder mehr Familienspiele gewünscht werden, weil die Familie ja wesentlich mehr zuhause ist. – Länge 8 sec.

Und der Nikolaus alias Hubert Weddehage verspricht: Jeder Brief wird beantwortet. Er muss nur rechtzeitig eintreffen – in der Weihnachtspostfiliale in 49681 Nikolausdorf. Und einen eigenen Poststempel hat der Nikolaus auch.

Absage.
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