Neues Sparziel bei VW: Vorstand will 2017 Sachgemeinkosten um zehn Prozent senken

Wolfsburg – Vor dem Hintergrund der finanziellen Auswirkungen des Abgasskandals verschärft Volkswagen erneut seinen Sparkurs. Vorstandschef Matthias Müller verlangt für 2017 eine Reduzierung der Sachgemeinkosten um zehn Prozent im Vergleich zum Budget 2016, berichtet die Automobilwoche.

Laut Branchen- und Wirtschaftszeitung sagte der Konzernchef vor VW-Führungskräften in Wolfsburg: „Das ist heftig, und es wird nicht ohne Schmerzen gehen“. Bei dem internen Treffen namens „Group Management Info“ prognostizierte der VW-Lenker: „Die Folgen der Krise werden uns in den nächsten Jahren bis an die Grenzen belasten“. Müller weiter: „Und das in einer Zeit, in der wir eigentlich jeden verfügbaren Euro in den brutalen Strukturwandel unseres Geschäfts investieren müssten.“

Eindringlich mahnte der Konzernchef daher: „Wir müssen die Themen ‚Kosten‘ und ‚Effizienz‘ in den Griff bekommen.“ VW-Finanzvorstand Frank Witter wurde auf der Veranstaltung ebenfalls deutlich. Fixkosten, Produktivität und Profitabilität müssten im Konzern insgesamt verbessert werden. Sein Nachsatz sorgte für ein Raunen: „Vor allem offensichtlich bei der Marke Volkswagen Pkw mit ihrem Komponentengeschäft.“ Das Kernlabel sei von zentraler Bedeutung für das Erreichen der strategischen Konzernziele. Folglich, so Witter, müsse „mit aller Kraft daran gearbeitet werden, dass die Profitabilität der Marke wieder auf ein wettbewerbsfähiges Niveau ansteigt“. Dazu sagte ein VW-Manager der Automobilwoche nach dem Event: „Das kleine Wort ‚wieder‘ ließ schon tief blicken.“

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