O-Ton + Magazin: Bußgeld für Mietwagenfirma – GPS-Ortung unzulässig

 Ein Mietwagenunternehmen, das ohne Wissen und ohne Einwilligung der Mieter Ortungsdaten übermittelt, handelt ordnungswidrig. In Hamburg wurde daher gegen einen Anbieter ein Bußgeld von 54.000 Euro erlassen. Er wollte via GPS besonders teure Autos überwachen.
Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein empfiehlt daher, vor der Anmietung eines Leihwagens zu fragen, was mit den Daten geschieht.
Bettina Bachmann, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft.

O-Ton: Es kann ja sein, dass die Mietwagenunternehmen noch nicht alle darauf hinweisen. Sie sollten daher, bevor Sie ein Auto anmieten, fragen, ob der Wagen durch GPS überwacht wird. Und wenn Sie dann widersprechen, dann darf das eigentlich nicht gemacht werden. – Länge 18 sec.

Mehr Informationen dazu unter www.verkehrsrecht.de.

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Magazin: Bußgeld für Mietwagenfirma – GPS-Ortung unzulässig

Ein Mietwagenunternehmen, das ohne Wissen und ohne Einwilligung der Mieter Ortungsdaten übermittelt, handelt ordnungswidrig. Besonders gravierend wird es, wenn es ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung besteht. Gibts nicht? Gibts doch! Hier ist der ganze Fall.

Beitrag:

Autovermietungen haben gelegentlich damit zu tun, dass ihre Fahrzeuge auch mal auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

O-Ton: SFX

Das passiert offenbar gerade bei teuren Karossen:

O-Ton: SFX

Und darum baute besagtes Mietwagenunternehmen in 1.300 teuren Autos ein GPS-System zur Ortung ein – allerdings ohne die Nutzer zu informieren. Bettina Bachmann, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein:

O-Ton: Ohne Wissen des Mieters bzw. ohne Einwilligung dürfen Sie keine Daten erheben. Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutzschutz hat daher gegen eine Autovermietung ein Bußgeld in Höhe von 54.000 Euro erlassen. – Länge 15 sec.

Das Unternehmens wollte über die Ortung Diebstähle aufklären und außerdem herausfinden, ob die Mieter mit den Autos in Ländern unterwegs waren, die per Vertrag ausgeschlossen waren. Und:

O-Ton: Ein Bewegungsprofil wurde erstellt. Man konnte genau nachweisen: Den Standort des Fahrzeugs und auch die Geschwindigkeit. Das ist nicht zulässig ohne Wissen und Einwilligung des Mieters. – Länge 14 sec.

Die Verkehrsanwälte empfehlen nach diesem Fall, sich im Zweifel bei seinem Mietwagenunternehmen zu erkundigen. Bettina Bachmann:

O-Ton: Es kann ja sein, dass die Mietwagenunternehmen noch nicht alle darauf hinweisen. Sie sollten daher, bevor Sie ein Auto anmieten, fragen, ob der Wagen durch GPS überwacht wird. Und wenn Sie dann widersprechen, dann darf das eigentlich nicht gemacht werden. – Länge 18 sec.

Mehr Informationen dazu unter www.verkehrsrecht.de.

Absage.

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