Opel erhöht Druck auf Handel

Opel will den Absatz seiner Fahrzeuge professioneller aufstellen und erhöht den Druck auf die deutschen Händler. „Das Top-Viertel unserer Partner erreicht eine Umsatzrendite von stolzen 3,4 Prozent“, sagte Peter Christian Küspert, Geschäftsführer Verkauf und Aftersales, der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

„Es gibt aber auch 25 Prozent, die Verluste schreiben, mit den gleichen Autos und den gleichen Verkaufsprogrammen.“

Im ersten Schritt hat der Opel-Vertrieb seit Januar „Leistungsbriefe“ an die 409 Händler mit ihren 1.288 Verkaufsstellen verschickt. Küspert: „Es sind überwiegend Dankesschreiben. Aber bei fünf Prozent der Vertragshändler mussten wir eine ungenügende Verkaufszielerreichung konstatieren.“
Neben der Stückzahl im Neuwagengeschäft zählen etwa Teile-Absatz, Marktausschöpfung oder der Umsetzungsgrad der Opel-CI zu den Kriterien. „Es geht uns nicht um Bevormundung“, betonte Küspert, „sondern um Führung – wir wollen den Handel weiter professionalisieren.“ Im Wiederholungsfall können die blauen Briefe allerdings vertragliche Konsequenzen geben.

Aus Kreisen des Aufsichtsrats heißt es, dass der 54 Jahre alte Küspert seinen Vorstandsvertrag bei der General-Motors-Tochter jüngst verlängert hat. Demnach bleibt er nun mindestens bis Ende 2019 im Amt.

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