Sarrazin: Weniger Geld für Integrationsunwillige

SPD-Innenexperte Edathy: Sarrazin hat „pessimistisches Weltbild“

Berlin – Kurz vor der Islam-Konferenz hat der frühere Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin seine Forderung nach finanziellen Sanktionen für integrationsunwillige Migranten erneuert. „Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Und gerade, wenn Menschen bildungsfern sind und sich nicht so gut auskennen in Deutschland, dann müssen sie ganz eindeutige Regeln haben“, sagte der SPD-Politiker am späten Montagabend in der SAT.1 Talksendung „Eins gegen Eins“. Er fügte hinzu: „Und wenn sie wissen, es gibt vom Staat weniger Geld, wenn sie nicht dafür sorgen, dass sich ihre Kinder vernünftig bilden – dann wird das funktionieren. Dessen bin ich gewiss.“

SPD-Innenexperte Sebastian Edathy hielt Sarrazin entgegen, er habe ein „pessimistisches Weltbild“. Integration in Deutschland funktioniere besser, als in der öffentlichen Debatte dargestellt. Menschen mit Migrationshintergrund seien Landes- und Bundessieger bei „Jugend forscht“. „Wir müssen mehr tun für Integration, aber wir haben da wenig Regelungsdefizite. Wir haben eher ein Umsetzungsdefizit“, unterstrich Edathy und forderte: „Da müssen wir ran!“

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