VW wird vom Jäger zum Gejagten

Auch im Rückblick auf 2010 sehe der Vorstand besonders den koreanischen Hersteller Hyundai als „starke neue Kraft in vielen Märkten“, unterstreicht VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch in der an Führungskräfte gerichteten Aussendung: „In Europa haben die Koreaner in diesem Jahr erstmals Toyota im Absatz überholt!“.

Dabei drängt der Finanzmanager auf die nachhaltige Verbesserung der Erträge. „Weltweit sind wir nach Absatz bereits die Nummer 2 unter den Automobilherstellern. Bei der operativen Rendite liegen wir hingegen lediglich auf dem siebten Rang. Das ist zur Erreichung unserer für 2018 gesteckten Ziele nicht ausreichend“, bekräftigt Pötsch. „Trotz aller Erfolge dürfen wir nicht selbstzufrieden werden“, mahnt VW-Chef Winterkorn. „Die globalisierte Wirtschaftswelt und das Automobilgeschäft sind unberechenbar geworden“.

Im absehbar zunehmend härteren Wettbewerb will Winterkorn vor allem auf die Kernmarke setzen: „Volkswagen ist das Herz dieses Konzerns. Nur mit einer starken Marke Volkswagen werden wir die Ziele der Strategie mach 18 erreichen“. Noch allerdings wird VW als Marke weltweit unterschiedlich stark wahrgenommen: „Insbesondere in den Regionen, in denen das Wachstum von Volkswagen bis 2018 vorrangig stattfindet (BRIC-Staaten und USA), besteht enormer Handlungsbedarf, um die Marke auf ein Top-Niveau zu bringen“, werden in dem VW-Schreiben wichtige Aufgaben für das Management umrissen.

Volkswagen hatte am Freitag bekannt gegeben, 2010 weltweit erstmals einen „Auslieferungsrekord von 4,5 Millionen Fahrzeugen“ erreicht zu haben. Das entspricht einem Plus von 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreiche VW einen „Weltmarktanteil von inzwischen 7,7 Prozent und ein operatives Ergebnis, das sich sehen lassen kann“, lobt Winterkorn in dem vertraulichen Papier.

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