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04Nov/09

BUND warnt vor BPA-belasteten Produkten

Der Wissenschaftler fügte hinzu: „Wenn die (Behältnisse) aus Polycarbonat bestehen, dann gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Bisphenol-A (BPA) aus diesem Polykarbonat in die Lebensmittel gelangt und damit auch von Kindern aufgenommen werden.“

Mehrere Handelsketten hätten bereits reagiert und die entsprechenden Schnuller aus dem Angebot genommen. Nun komme es darauf an, diese Beschränkungen auf andere belastete Produkte auszuweiten. Vorerst sollten Verbraucher genau auf die Produktbeschreibungen achten, empfiehlt Dr. Wefers.

Peter Röhrig, CEO eines der weltweit größten Herstellers für Babyprodukte, MAM, betont: “Es ist überhaupt kein Problem, BPA-freie Flaschen und Schnuller herzustellen und das ist jedem Hersteller nur anzuraten.”

BPA kann bei Kindern Veränderungen im Hormonhaushalt auslösen, die zu gravierenden Schäden im späteren Leben führen können. Bei einer möglichen Schädigung der Sexualorgane sei auch die nächste Generation betroffen, so die Wissenschaftler. Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen Bisphenol-A und Diabetes. Bei Tierexperimenten sei festgestellt worden, dass die Gehirnentwicklung verlangsamt oder zurückgeblieben worden sei.

Kanada habe bereits ein Verbot für Babyflaschen und medizinische Produkte erlassen. Mehrere amerikanische Städte und Staaten hätten Gesetze erlassen, die auf ihrem Gebiet den Verkauf von Produkten wie Babyflaschen und -tassen verbieten. In skandinavischen Ländern wird die Situation ebenfalls sehr kritisch beurteilt, in Frankreich liegt dem Parlament ein Verbotsantrag vor, so der BUND.

03Nov/09

O-Ton, Magazin + Gespräch: BPA-belastete Schnuller

Dr. Heribert Wefers vom Bund für Umwelt und Naturschutz:

O-Ton: Ja, das ist natürlich einmal die Babyflasche, die ist ja hier auch von uns problematisiert worden. Das ist der Schnuller, aber das sind natürlich auch Behältnisse, wo Lebensmittel drin aufbewahrt werden oder zubereitet werden oder in die Mikrowelle gestellt werden. Wenn die aus Polycarbonat bestehen, dann gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Bisphenol-A aus diesem Polykarbonat in die Lebensmittel gelangt und damit auch von Kindern aufgenommen werden. – Länge 27 sec.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz will darum ein Verbot von BPA für alle Produkte mit Lebensmittel- und Körperkontakt auf den Weg bringen, wie es beispielsweise bereits in Kanada gilt.

Kollegengespräch: BUND warnt neben BPA-belasteten Schnullern auch vor Baby-Fläschchen

Wer jetzt bei Kaufland oder Schlecker einen Babyschnuller kauft, kann sicher sein,
dass der nicht mit Chemikalien belastet ist. Denn nach einer Untersuchung des BUND haben manche Schnuller, aber auch Fläschchen, Bisphenol-A, kurz BPA, enthalten.

Matthias Tüxen antwortet dazu auf folgende Fragen:

1.    Warum sind denn diese Schnuller so gefährlich?
2.    Und wie verhält es sich mit anderen Sachen, die Kinder in den Mund nehmen – beispielsweise Fläschchen?
3.    Wird es ein entsprechendes Verbot geben, damit sich dieser Zustand ändert?

Magazin: BUND warnt neben BPA-belasteten Schnullern auch vor Baby-Fläschen

Gerade haben die Handelsketten Kaufland und Schlecker nehmen mit Chemikalien belastete Babyschnuller aus dem Sortiment genommen. Hersteller kündigen die Umstellung der Produktion an, künftig soll auf Bisphenol-A, kurz BPA, verzichtet werden. Diese Chemikalie steht im Verdacht, Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Gehirnentwicklung und Brustkrebs hervorzurufen.

Beitrag:

Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen Bisphenol-A und Diabetes, sagt Dr. Heribert Wefers vom Bund für Umwelt und Naturschutz. Fest scheint zu stehen:

O-Ton: Man hat in tierexperimentellen Untersuchungen festgestellt, dass die Gehirnentwicklung verlangsamt oder zurückgeblieben ist. – Länge 8 sec.

Natürlich wollen Eltern ihre Kinder so gut wie möglich schützen und vor Gesundheitsgefahren bewahren:

O-Ton: Frau – „Man will ja das Beste für sein Kind und wenn man etwas kauft, dann will man ja auch sicher gehen, das es definitiv gesund ist und nicht der Entwicklung schadet.“ – Länge 5 sec.

In einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes wurde der Urin von 3- bis 14-jährigen
Kindern untersucht. Ergebnis: BPA wurde in 99% der Proben nachgewiesen. Heribert Wefers:

O-Ton: Auf der einen Seite wissen wir aus tierexperimentellen Untersuchungen, dieser Stoff ist problematisch. Wir finden diesen Stoff im Blut und im Urin der Kinder. Und wir haben jetzt also Produkte, wo dieser Stoff drin enthalten ist. Und wir denken, da muss man einfach fordern, dass dieser Stoff aus Produkten, die intensiven Kontakt mit Kindern haben – also Kinderspielzeug und Trinkflaschen und Schnuller – draußen bleiben muss. Das Gleiche gilt für alle Produkte, die Kontakt mit Lebensmitteln haben. – Länge 24 sec.

Darum ist es für den BUND wichtig, dass eben nicht nur die Schnuller aus den Regalen genommen werden, sondern eben auch Trinkfläschchen und ähnliche Dinge, die mit BPA belastet sind. Bis es soweit ist, hilft nur das genaue Studium der Etiketten – Hersteller geben meist an, ob ihr Produkt Bisphenol-A-frei ist:

O-Ton: Wenn das da drauf steht, dann kann der Verbraucher sicher sein. Wenn das nicht da drauf steht, dann muss man das Kleingedruckte lesen. – Länge 6 sec.

Übrigens: In Ländern wie Kanada ist BPA für alle Produkte mit Lebensmittel- und Körperkontakt bereits verboten, der BUND hofft, dass die neue Bundesregierung dies EU-weit ebenfalls auf den Weg bringt.

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O-Ton und  Kollegengespräch und Magazin (Anhören: linke Maustaste, Download: rechte Maustaste, „Ziel speichern unter“ )

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03Nov/09

BMW: 1,2 Milliarden Euro für „Efficient Dynamics“

Dennoch sei die Verhandlungszeit bei der CO2-Gesetzgebung in Europa mit zwei Jahren zu lang, kritisierte der BMW-Chef und verwies auf die Vereinigten Staaten: „In den USA hat es ganze zwei Wochen gedauert, bis Präsident Obama im Mai sein Programm verkündet hat.“

Allerdings warnte Reithofer zugleich vor zu hohen Erwartungen an die Elektromobilität: „Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2020 erst fünf bis 15 Prozent der Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden“. Entscheidend sei es, jetzt die Grundlagen für die E-Mobilität von morgen zu legen. Dazu seien „möglichst einheitliche Rahmenbedingungen und feste Spielregeln“ beim Thema Elektromobilität vonnöten. Die Automobilhersteller hätten künftig „immer weniger Kontrolle über den CO2-Abdruck unserer Fahrzeuge“. Deshalb müsse es gelingen, alle Beteiligten zu integrieren, deren Energieverbrauch maßgeblich die weltweiten CO2 Emissionen bestimmt, so Reithofer: „Der Klimagipfel in Kopenhagen bietet dazu die Möglichkeit.“

 

03Nov/09

Geschwindigkeit muss im Dunkeln angepasst werden

Der Fahrer eines Leihwagens fuhr bei Dunkelheit in eine Sperrschranke, die zur Absicherung einer Baustelle aufgestellt worden war. Die Eigentümerin des Wagens machte geltend, dass die Baustelle zum einen unzureichend ausgeschildert und zum anderen eine nur mangelhafte Beleuchtung an der Sperrschranke angebracht gewesen sei.

Das Gericht sah die Verantwortung für den Schaden allein beim Autofahrer. Er habe das Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig vor dem Hindernis anhalten können und sei demnach deutlich zu schnell gefahren. Somit habe der Fahrer gegen das Sichtfahrgebot verstoßen, eines der elementarsten Sicherheitsvorschriften der Straßenverkehrsordnung. Dieses Gebot besage, dass der Fahrer eines Fahrzeuges nur so schnell fahren dürfe, dass er selbst bei unvermuteten Fahrbahnhindernissen noch anhalten kann. Ausnahmen würden nur Hindernisse bilden, mit denen ein Fahrer nicht rechnen müsse, wie zum Beispiel unvermittelt zwischen parkenden Autos hervortretende Fußgänger. Hierzu zähle eine vor einer Baustelle aufgestellte Sperrschranke nicht. Auch das Argument der schlechten Beleuchtung sei nicht ausschlaggebend: Selbst wenn die Schranke gar nicht beleuchtet gewesen wäre, läge bei einer Kollision die Verantwortung beim Fahrer, schließlich sei eine solche Schranke schon aufgrund ihrer Größe und durch Straßenbeleuchtung erkennbar gewesen. Eine Haftung der Beklagten sahen die Richter somit nicht.

Information: www.anwaltauskunft.de

03Nov/09

Autoradio für Selbstständige gebührenpflichtig

Ein Zahnarzt mit Wohnsitz in Mainz und eigener Praxis in Hessen sollte rückwirkend wegen Rundfunkgebühren für sein Autoradio zahlen. Dagegen argumentierte er, er benutze sein Fahrzeug nur für die Fahrt von seiner Wohnung zu seiner Praxis, also ausschließlich für private Zwecke. Er müsse deshalb wie ein Arbeitnehmer behandelt werden, der für sein als ausschließlich privat genutztes angesehenes Autoradio keine Rundfunkgebühren bezahlen müsse, wenn er gleichzeitig bereits mit einem anderen Rundfunkgerät angemeldet sei.

Die Richter sind der Auffassung des Klägers hinsichtlich der Gebührenfreiheit des so genannten Zweitgerätes in diesem Fall nicht gefolgt. Das Autoradio eines Selbstständigen sei auch dann gebührenpflichtig, wenn es nur für Fahrten von der Wohnung zur Praxis benutzt werde. Bei Selbstständigen sei nämlich die Wohnung – jedenfalls in der Regel – in viel stärkerem Maße in die Berufsausübung einbezogen, als bei Arbeitnehmern. Dies rechtfertige es, Fahrten von der Wohnung zur Betriebsstelle bereits der Berufsausübung zuzuordnen. Selbstständige hätten in der Regel ein häusliches Arbeitszimmer, das oft auch zu beruflichen Zwecken mit benutzt werde, unter anderem weil es bei ihnen anders als bei Arbeitnehmern keine festen Arbeitszeiten mit entsprechender Anwesenheitspflicht gebe. Geschäftliche Kontakte, deren Pflege sich oft nicht auf ein festen zeitlichen Rahmen beschränken ließen, würden nicht selten von unterwegs oder auch von der Wohnung aus unterhalten.

Information: www.anwaltauskunft.de