Autohersteller sparen bei der Werbung

 München – Nach Monaten stetig steigender Werbeausgaben haben die fünf größten Werber aus der Autoindustrie mit Ausnahme von Daimler im dritten Quartal ihre Investitionen in diesem Bereich reduziert. Zu diesen Ergebnissen kommt das Hamburger Marktforschungsunternehmen Nielsen, das exklusiv für die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche die Werbeausgaben der Kfz-Branche ermittelt.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal reduzierte Volkswagen um 14,4 Prozent auf 51,9 Millionen Euro, Renault gab 16,1 Prozent weniger aus und investierte 31,7 Millionen. Der krisengeschüttelte Opel-Konzern kürzte um ein Viertel auf 25,1 Millionen, Ford gab 22,7 Millionen Euro aus. Lediglich Daimler hat angesichts der Markteinführung der neuen A-Klasse 34,6 Millionen Euro in Werbung investiert, ein Plus von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt betrugen die Werbeausgaben der Autoindustrie in Deutschland im dritten Quartal 519,8 Millionen Euro, im zweiten Quartal waren es noch 636,4 Millionen Euro gewesen. Der größte Anteil entfiel mit 170,4 Millionen Euro wie immer auf TV-Spots. Für Internetwerbung gab die Branche 80,5 Millionen Euro aus und für Radio-Schaltungen 74,1 Millionen Euro. In Anzeigen in Zeitungen wurden 108,2 Millionen Euro und für Publikumszeitschriften 62,5 Millionen Euro investiert.

Nielsen berücksichtigt bei der Erhebung die klassische Werbung in TV, Hörfunk, Zeitungen, Publikums- und Fachzeitschriften, Kino, Außenwerbung und Internet.

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