Citroën etabliert DS als neue Luxus-Marke mit eigenem Vertrieb

 Paris – Citroën will seine DS-Linie zu einer eigenständigen Marke ausbauen und die Fahrzeuge in eigenen DS-Stores verkaufen. Damit folgen die Franzosen dem Beispiel von Mini, Lexus und Infiniti. „Wir führen den DS zurzeit in China als eigene Marke ein und wollen dieses Konzept Schritt für Schritt auch in Europa umsetzen“, sagte der für die DS-Linie verantwortliche Designchef Thierry Metroz der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche in Paris. „Die DS-Modelle haben einen völlig eigenständigen Charakter und erhalten künftig auch ein eigenes Marketing, einen eigenen Vertrieb und eine eigene Marken-Direktion.“

Aus Kostengründen werde dieses Konzept aber nur behutsam über einen längeren Zeitraum in Europa ausgerollt. Immerhin will Citroën bereits „in den nächsten Monaten“ einen ersten DS-Flagshipstore in Paris eröffnen. In China eröffnete der Autobauer bereits im Juni seinen ersten DS-Store in Nanjing, bis zum Jahresende sollen 32 weitere Shops eröffnet werden. Bis 2015 will Citroën sogar 200 DS-Händler im Reich der Mitte haben und allein dort 200.000 DS-Modelle jährlich verkaufen. 2011 hatte PSA mit seinem langjährigen Partner Changan ein zweites Joint Venture namens CAPSA gegründet, um die DS-Linie als eigene Marke in China aufzubauen.

Auf dem Pariser Salon Ende September enthüllt Citroën die Cabrio-Version seines Verkaufsschlagers DS3, die im Frühjahr 2013 in den Handel kommt. Citroën rechnet mit einem Cabrio-Anteil der Baureihe von 15 Prozent.

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