Ford: Kurzarbeit und weniger Leiharbeiter

 Köln – Ford will dem sinkenden Autoabsatz mit Kurzarbeit im Kölner Fiesta-Werk und dem deutlichen Abbau von Zeitarbeitern in den Werken Köln und Saarlouis begegnen. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Zu weiteren Sparmaßnahmen wollte sich Ford-Deutschlandchef Bernhard Mattes im Gespräch mit der Zeitung noch nicht äußern und betonte: „Derzeit sind keinerlei zusätzliche Maßnahmen geplant.“ Er fügte mit Blick auf den jüngsten Tarifabschluss hinzu: „Wichtig für uns als Hersteller in einem Hochlohnland ist es, die gewonnene Flexibilisierung der vergangenen Jahre nicht zurückzuschrauben.“

Bis Ende Mai büßte Ford beim Pkw-Absatz in Deutschland 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, europaweit fielen die Verkäufe per Ende April gar um 7,2 Prozent. Der Marktanteil in Deutschland schrumpfte im Pkw-Bereich um 0,3 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent.
Branchenbeobachter wie der Frankfurter Marktforscher IHS Automotive erwarten noch massivere Einschnitte. Demnach würde Ford nach 1,56 Millionen im Vorjahr 2012 nur noch 1,37 Millionen Fahrzeuge europaweit verkaufen, ein Minus von zwölf Prozent. Beim Kleinwagen Fiesta sei mit nur noch knapp 320.000 verkauften Einheiten der größte Einbruch zu erwarten, 2011 wurde 60.000 mehr verkauft.

Unternehmenschef Mattes hofft darauf, dass der im Herbst startende B-Max sowie der Ein-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor die Umsätze wieder ankurbeln.

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