Magazin: Welche Regeln braucht die Zeitarbeit?

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht auch Änderungen bei der Zeitarbeit vor. Jetzt liegt ein entsprechender überarbeiteter Entwurf für ein Gesetz vor – den Gewerkschaften geht er nicht weit genug, die Zeitarbeitsbranche beklagt fehlende Flexibilität.

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Beitrag:

O-Ton: Nur weil man etwas Schlechtes verbessert, hat man noch lange nichts Gutes gemacht. – Länge 3 sec.

…sagt Sven Kramer von der PEAG-Unternehmensgruppe mit Blick auf den zweiten Gesetzentwurf zu dem Thema. Dagegen könnten die Gewerkschaften mit den ins Auge gefassten Regeln leben. Will heißen: Spätestens nach 18 Monaten muss ein Zeitarbeitnehmer das Unternehmen wieder verlassen, nach maximal neun Monaten muss er auch das gleiche Geld bekommen wie die Festangestellten dieser Firma. Annelie Buntenbach vom DGB:

O-Ton: Wir haben als Gewerkschaften ja weitergehende Vorschläge und Forderungen auf den Tisch gelegt. Aber, wenn jetzt das, was im Koalitionsvertrag steht, erst einmal auf den Weg kommt, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. – Länge 14 sec.

Die Branche hält dagegen: Erstens fehlt dem Gesetzentwurf die notwendige Flexibilität – und zweitens verdienen Zeitarbeiter in vielen Branchen mehr als die Festangestellten. Schließlich sind sie oft höher qualifiziert und besser einsetzbar. Werner Stolz vom Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen beharrt: Eigentlich benötige man kein neues Gesetz:

O-Ton: Ich finde, in den letzten Jahren haben vor allem die Sozialpartner die Zeitarbeit weiterentwickelt und der Gesetzgeber hat hier allenfalls Flankenschutz gegeben. Und jetzt muss man aufpassen, dass man über neue Re-Regulierungen das Erreichte wieder in Frage stellt. Denn die Sozialpartner müssen die Arbeits- und Sozialbedingungen weiterentwickeln. Der Gesetzgeber ist hier eigentlich gar nicht gefragt. – Länge 20 sec.

Und das zeigt auch ein Beispiel von Sven Kramer:

O-Ton: Kein Mensch kann mir erklären, warum ich einen hochqualifizierten Ingenieur aus einer Projektgesellschaft nach 18 Monaten abziehen soll, obwohl dieser Entwicklungsauftrag von zwei bis drei Jahren gilt. – Länge 12 sec.

Mehr dazu unter PEAG-online.de.

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