Preiskampf in der Golf-Klasse

Mercedes setzt bei neuem A-Modell in Deutschland auf günstiges „Start-Paket“ und aggressive Leasing-Angebote – Vertrieb nimmt vor allem BMW Einser ins Visier

 Mit dem Start der neuen A-Klasse von Mercedes stehen die deutschen Autobauer Audi, BMW, Daimler und VW vor dem bisher härtesten Preiskampf im Geschäft mit Kompaktwagen. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche und zitiert aus ihr vorliegenden Unterlagen der Mercedes-Benz-Vertriebsorganisation Deutschland: „A wie Angriff! Dies ist auch unser Leitsatz bei den A-Klasse-Verkaufsförderungsmaßnahmen“, heißt es in den streng vertraulichen Papieren.

Um den Wagen zügig ins Straßenbild zu bringen, offeriert der Premiumhersteller günstige Finanzierungen, Versicherungen und Wartungen. Mit günstigen „Rundum-sorglos“-Offerten hatte bereits VW seinen neuen Kleinwagen Up erfolgreich auf den Markt gebracht. Bei Mercedes wird schnell entschlossenen Kunden der neuen A-Klasse bis Ende Oktober ein „Start-Paket“ mit einem Preisvorteil von 535 Euro offeriert. Zudem gibt es ein „Flotten-Paket“ mit einer Ersparnis von 445 Euro.

Dabei hat die Premiummarke besonders Kunden des BMW Einser sowie des Audi A3 im Visier. So wird für die A-Klasse eine innovative „Ziel-Finanzierung“ offeriert, mit der Kunden über eine höhere Schlussrate ihre monatlichen Raten um bis zu 20 Prozent senken können. „Nutzen Sie dieses neue Produkt, um insbesondere BMW Einser-Kunden zu erobern“, fordert der Vertrieb die Mercedes-Vertreter auf. Zugleich richtet sich der aggressive Marktstart gegen den im November startenden Golf VII.

„Wir gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte der A-Klasse-Kunden von anderen Marken zu uns wechseln“, hatte Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt vor Kurzem im Interview mit der Automobilwoche erklärt. Die neue A-Klasse kann seit dem 15. Juni bestellt werden.

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