Zetsche kritisiert Diesel-Fahrverbote: ´Wenn jedes Dorf allein entscheidet, dann gute Nacht Deutschland´

Nach dem Düsseldorfer Urteil gegen zu hohe Luft-Schadstoffwerte tritt Daimler-Chef Dieter Zetsche vehement möglichen Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge entgegen. „Durch Fahrverbote würden Millionen Euro vergeudet. Wenn künftig jedes Dorf selber entscheiden kann, ob Dieselfahrzeuge einfahren dürfen oder nicht, dann gute Nacht Deutschland“, sagte Zetsche der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche am Rande des Pariser Autosalons.

Er fügte hinzu: „Was wir derzeit erleben, ist Politik gegen den Diesel, das ist ein Wahlkampfthema geworden.“

Zetsche betonte, sein Unternehmen habe das Thema Feinstaub längst gelöst. „Auch für die Stickoxide haben wir bei Daimler mit dem neuen Motor für die E-Klasse gezeigt, dass man das Problem hervorragend lösen kann. Wir müssen uns jetzt die Flotten vornehmen, um die Stickoxide aus den Städten herauszubekommen. Wenn man das pragmatisch handhabt, ist das Thema Stickoxid bald keines mehr“, betonte der Konzernchef.

Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hatte entschieden, dass Kommunen im Kampf gegen die Luftverschmutzung Dieselautos die Fahrt in Innenstädte verbieten können.

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