Autohersteller stemmen sich gegen Konjunktureinbruch

 Paris – Vor dem Hintergrund der sich eintrübenden Konjunktur blicken große Autohersteller verhalten optimistisch auf das kommende Jahr. VW-Chef Martin Winterkorn bereiten „Frankreich und Italien Sorgen“, sagte er in Paris der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

Allerdings erwarte er, „dass Deutschland stabil bleibt, Großbritannien weiter boomt und Spanien zurückkommt“. Für den Golf plant Volkswagen im Werk Wolfsburg bis Jahresende 17 weitere Sonderschichten, insgesamt wären es dann mehr als 50 im Gesamtjahr.

Zwar bleibe der europäische Markt nach Einschätzung von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann derzeit hinter den Erwartungen zurück: „Er wächst aktuell nur um zwei Prozent.“ Er sagte der Automobilwoche, für 2015 erwarte er aber wieder „moderates Wachstum in Europa. Die Flotte wird langsam alt, was zu Ersatzbedarf führen wird.“ Zudem unterstrich Neumann: „Russland liegt zwölf Prozent im Minus, in den vergangenen Monaten sogar 23 Prozent. Niemand weiß, wo das noch hingehen wird.“

Toyota bekräftigte beim Pariser Autosalon dagegen die Erwartungen für Europa im kommenden Jahr. „Wir stehen in Russland besser da als andere weil wir einen anderen Modellmix haben“, sagte der Produkt- und Produktionschef von Toyota Europe, Karl Schlicht, der Automobilwoche. Das könne sich aber auch rasch ändern. Zudem erklärte er: „Die Krise verlangsamt unsere Investitionstätigkeit in Russland.“

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