O-Ton + Magazin: Makler muss bezahlt werden

 Wenn bei der Vermittlung von Wohnungen oder Grundstücken ein Makler ins Spiel kommt, wird häufig eine Maklergebühr fällig. Die muss auch dann bezahlt werden, wenn ein Grundstück erst nach einem halben Jahr und deutlich günstiger den Besitzer wechselt. So entschied das Oberlandesgericht Hamm.
Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft:

O-Ton: Das Gericht hat gesagt: Na ja, hier ist eigentlich der wirtschaftliche Erfolg durch den Kauf dieses Gebäudes bzw. Grundstückes eingetreten – nämlich das, wofür der Makler beauftragt worden war. Dem Makler könne nicht negativ vorgehalten werden, dass der Käufer dann vielleicht ein besonderes Verhandlungsgeschick hat und den Kaufpreis mindert. Oder aber die Marktlage hat sich verändert. Das kann nicht zum Nachteil des Maklers geschehen. – Länge 20 sec.

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Magazin: Makler muss bezahlt werden

Benennt ein Makler dem Kunden ein Objekt, das dieser dann zu sehr viel günstigeren Konditionen erwirbt, kann der Makler trotzdem Anspruch auf die Courtage haben. So hat das Oberlandesgericht Hamm geurteilt. Hier ist der ganze Fall:

Beitrag:

Wenn bei der Vermittlung von Wohnungen oder Grundstücken ein Makler ins Spiel kommt, wird häufig eine Maklergebühr fällig. Und die muss meist auch bezahlt werden. Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft:

O-Ton: Nun gibt es da immer noch Varianten wie „Was ist, wenn man selbst den Preis verhandelt hat und dann eigentlich an dem Makler vorbei mit dem Eigentümer gesprochen hat?“. Da ist die Rechtsprechung relativ restriktiv und sagt: Ihr wisst ja von dem Angebot und dem Objekt nur durch den Makler, weil er es Euch vielleicht auch gezeigt hat. – Länge 20 sec.

In dem Fall ging es um viel Geld und ein Gewebeobjekt für 1,1 Millionen Euro. Der Vertrag kam aber zunächst nicht zustande.

O-Ton: Ein gutes halbes Jahr später kaufte das Unternehmen das Grundstück, allerdings nur für rund die Hälfte – für 625.000 Euro. Der Käufer hat gesagt: Du hast keinen Anspruch auf die Courtage, weil der Kaufpreis liegt ja allein schon 43 Prozent unter dem von Dir angebotenen Preis. – Länge 14 sec

Doch der Makler sah dies nicht ein, ging erst zum Anwalt und dann zum Gericht und wollte seine Courtage in Höhe von knapp 19.000 Euro erstreiten. Und bekam Recht. Swen Walentowski:

O-Ton: Das Gericht hat gesagt: Na ja, hier ist eigentlich der wirtschaftliche Erfolg durch den Kauf dieses Gebäudes bzw. Grundstückes eingetreten – nämlich das, wofür der Makler beauftragt worden war. Dem Makler könne nicht negativ vorgehalten werden, dass der Käufer dann vielleicht ein besonderes Verhandlungsgeschick hat und den Kaufpreis mindert. Oder aber die Marktlage hat sich verändert. Das kann nicht zum Nachteil des Maklers geschehen. – Länge 20 sec.

Mehr dazu unter www.anwaltauskunft.de.

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