12Feb/09

Porsche schafft Platz für Vorstände von VW

Ein großer Rahmen hingegen ist für das noch in diesem Jahr geplante Schlichtungstreffen der Eigner-Clans Porsche und Piëch vorgesehen. Der Teilnehmerkreis soll erweitert werden, da unter anderem Entscheidungen anstehen, die etwa auch die Kinder der jetzigen Akteure betreffen. Im Streit zwischen VW-Aufsichtsrat Ferdinand Karl Piëch und seinem Cousin Wolfgang Porsche sollen dabei gleich zwei Schlichter vermitteln.    

Unterdessen geht die Absatzkrise im Autogeschäft auch an Porsche nicht spurlos vorbei. Bereits Ende August hatte der Stuttgarter Sportwagenhersteller für bestimmte Modelle der Baureihe 911 ein sogenanntes Performance-Leasing und das „Vorführwagen-Leasing“ mit besonders preisgünstigen Monatsraten aufgelegt. Der Automobilwoche liegen Porsche-interne Kalkulationsbeispiele vor, die etwa für Carrera 4/4S des Modelljahres 2008 zum Preis von 100.000 Euro eine vom Hersteller gestützte Rate von nun 1.590 Euro ausweisen (zuvor: 1.714 Euro).
Seit Mitte September unterstützt Porsche seine Händler mit vergleichbaren Aktionen auch für die Zweisitzer Boxster/Cayman und das SUV Cayenne. Hier beträgt der Preisvorteil für die Leasingnehmer bis zu 151 Euro pro Monat.

12Feb/09

„Bis zu 30 Prozent mehr Autos auf Halde“

Die Autoindustrie benötige nach Forsters Worten zwei bis drei Monate Vorlauf, um ihren Produktionsapparat justieren zu können. Ausgehend von den Planungen, die bis zum Sommer vorlagen, seien so Lager aufgebaut worden. „Daraus resultieren dann überproportionale Produktionsanpassungen“, sagte Forster und betonte: „So ist beispielsweise das Luxussegment bereits enorm rückläufig, aber auch der normale Verbraucher wird sich zurückhalten. Wir haben jetzt schon rund 30 Prozent Einbruch in wichtigen Märkten, das ist eine absolute Sondersituation.“ Eine Prognose für die Zukunft wollte Forster nicht abgeben, sondern unterstrich: „Im Moment fahren wir alle auf Tagessicht.“

Angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise sei die Bereitschaft der Politik zur Schaffung von Kaufanreizen erkennbar. „In einigen Ländern wie Spanien wurden bereits Anreize geschaffen, Frankreich steht dem sehr offen gegenüber“, meinte Forster. Bei der Bundesregierung registriere man noch Bedenken, zugleich aber auch die Bereitschaft, das Thema zu Ende zu denken. „Insbesondere in Ländern, die stark von der Autoindustrie abhängen, macht sich allmählich das Gefühl breit, dass man der Gans, die normalerweise goldene Eier legt, jetzt nicht die Gurgel durchschneiden darf“, sagte der GM-Präsident.

12Feb/09

Akkuverleih für E-Autos ergänzt Fahrzeugverkauf

Mit dem Verleih der relativ teuren Lithium-Ionen-Batterien werde ein völlig neuer Geschäftszweig entstehen. Renault führe daher Gespräche mit dem Ziel der Zusammenarbeit von Auto- und Energiebranche, um beispielsweise einheitliche Standards bei den Batterien und den dazugehörigen Vertriebsnetzen zu etablieren. „Das Ziel dieser Gespräche besteht darin, herauszufinden, ob man sich versteht und ob man etwas gemeinsam tun kann. Und beim Elektroauto kann man vieles gemeinsam tun“, betonte Pélata. Zum anderen gehe es um eine mögliche Kooperation bei der Entwicklung neuer, hocheffizienter Elektromotoren. Renault arbeite bereits mit Continental an der Entwicklung solcher Antriebsaggregate und könne sich gut vorstellen, andere Autohersteller in diese Kooperation einzubeziehen. Die Namen der an den Gesprächen dazu beteiligten Automobilfirmen wollte Pélata noch nicht nennen, da man noch ganz am Anfang der Diskussionen stehe. Über die Ausgestaltung der Infrastruktur für Elektroautos sei man bereits mit großen Stromnetzbetreibern wie RWE in Deutschland und EDF in Frankreich im Gespräch.

Der europäische Automobilherstellerverband ACEA strebt einheitliche Standards und Schnittstellen an, um die Batteriesysteme künftiger Elektroautos untereinander kompatibel zu machen. Dies setze bilaterale Gespräche unter den Herstellern und mit den Stromnetzbetreibern voraus, sagte der Renault-Markenchef. „Es wird keine einzelnen Marken-Netze geben, das ist sinnlos. Es wird Multimarken-Netze geben, und am Ende der Entwicklung wird es vielleicht ein, zwei oder drei solcher Netze in Europa geben“, fügte Pélata hinzu.

12Feb/09

Mercedes kürzt erneut Pkw-Produktion

 „Wir können die Marktsituation nicht ändern. Das Einzige, was wir tun können, ist, die Produktion in Einklang mit der Nachfrage zu bringen“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Donnerstag auf dem Autosalon in Paris auf die Frage nach weiteren Drosselungen. Die Finanzkrise habe sich auf das Autogeschäft niedergeschlagen, viele Märkte verzeichneten starke Rückgänge. „Wir können uns dem nicht entziehen. Dennoch gehe ich weiterhin davon aus, dass wir 2008 den Absatz steigern“, betonte Zetsche.
Die Pkw-Sparte verkaufte 2007 1.285.900 Fahrzeuge der Marken Mercedes, Smart und Maybach. Im August war der Mercedes-Absatz um knapp 16 Prozent eingebrochen. Bis auf die C-Klasse liegen seit Januar alle Baureihen im Minus. Insidern zufolge hat Mercedes seit Monaten Fahrzeuge auf Halde gefertigt. Diese würden derzeit am Lkw-Standort Wörth zwischengelagert.

12Feb/09

Kampf der Internetgiganten bei Autoersatzteilen

Möglicherweise könne Ebay Motors auch von dem neuen Marktteilnehmer profitieren, sagte Flasbarth der Zeitung: „Durch den Einstieg von Amazon bekommt eine große Kundengruppe Kontakt mit dem Teilehandel im Internet. Das wird auch positiv auf uns abstrahlen.“

Amazon will seine Bekanntheit im Internet und die Finanzkraft als Börsenunternehmen nutzen, um zu einem der wichtigsten Teilehändler im Netz zu werden. „Wir wollen der Anbieter sein, bei dem der Kunde alles findet, was sich um Auto und Autozubehör dreht“, sagte Ralf Kleber, Deutschland-Chef von Amazon, der Automobilwoche. Ziel des neuen Verkaufsbereichs Autoteile ist es, „Kunden den attraktivsten Preis zu bieten, und zwar nicht nur bei einzelnen Produkten, sondern über das gesamte Angebot hinweg“, sagte Kleber.